Geschichte

 

Am 19. Dezember 1975 fanden sich 16 Piloten in der Wuno-Bar in Wünnewil ein, um die Modellfluggruppe Schmitten ins Leben zu rufen. Anlass hierzu war die lang ersehnte Gelegenheit, ein Gelände pachten zu können, das sich als Modellflugpiste eignete.

Schon Jahre zuvor hatten sich waghalsige Mannen zusammengetan, um dem Modellflug zu frönen, wo immer sich eine Möglichkeit dazu bot, wo immer in freiem Gelände ein unbelebtes Strässchen oder eine kurz gemähte Wiese zum Starten und Landen einlud. Natürlich war diese Situation unbefriedigend. Du verstehst: Die lieben Anwohner... Zu den Streitereien gesellten sich die ungünstigen Start- und Landebedingungen, die nicht selten zu Schäden an den Modellen führten. Und das war nicht lustig, immerhin wurden bereits Kunstflugtiefdecker vom Typ Marabu und Commander, befeuert von 10-ccm-Zweitaktmotoren, geflogen.

Wie gesagt: 1975 war endlich ein geeignetes Gelände gefunden, und bald konnte ein fünfjähriger Pachtvertrag abgeschlossen werden. An der Gründungsversammlung der Modellfluggruppe Schmitten wurden daher neben den nötigen Vereinsstatuten auch gleich Flugplatzvorschriften beschlossen, da man schon genug unangenehme Erfahrungen gemacht hatte. Bald darauf wurde das Flugfeld, in idealer Lage bei Galmis gelegen, planiert und angesät, so dass im Sommer der Flugbetrieb beginnen konnte. Freude herrschte! Aber nicht lange. Schnell einmal taten sich zwei Dorfbewohner als Miesmacher hervor. Trotzdem: Ein regelmässiger Flugbetrieb war gewährleistet, und Flächenflieger und Helipiloten standen sich manchmal im Wege.

1977 kam es zu einer Zweckheirat mit dem Aeroclub. Diese Beziehung, die nie eine innige war, wurde sechs Jahre später wieder aufgelöst; man hatte sich aneinander vorbeigelebt, man hatte sich nichts mehr zu sagen, man ging lieber wieder seinen eigenen Weg.

Kehren wir zurück aufs Feld: Durch die aufkommenden hochtourigen Motoren mit Schnürle-Spülung und Resonanzrohr wurde die Lärmsituation nicht gerade verbessert, und es wurde alsbald klar, dass unser Pachtvertrag nicht verlängert werden würde. In der Not gelang es einem engagierten Piloten, ein Stück Land zu vermitteln: es handelte sich um den noch heute von uns betriebenen Platz in Bethlehem bei Schmitten (nicht Palästina). Wegen des nahe gelegenen Waldes waren die Bedenken zunächst gross, aber wir hatten keine Wahl. Schon im Mai 1980 wurde der neue Platz angesät, ein Jahr vor Ablauf des Pachtvertrages für den Platz bei Galmis.

Inzwischen waren die ersten Viertaktmotoren im Handel erhältlich. Deren Power war zwar noch gering, aber auch der von ihnen verursachte Lärm hielt sich sehr in Grenzen. Zudem wurden am neuen Flugplatz Flugzeitbeschränkungen eingeführt, und an Sonntagen durften vorderhand keine Modelle mit Zweitaktmotoren mehr geflogen werden. Unsere Einschränkungen zahlten sich aus: keine erbosten Anwohner, keine Reklamationen wegen des Fluglärms. Nichts!

Und das ist – gottlob – bis heute so geblieben. Die inzwischen rund fünfzig Mitglieder können unbehelligt und sorgenfrei ihrem geliebten Hobby am Platz in Bethlehem nachgehen.

Trotz der rasanten Weiterentwicklung der Computerfernsteuerunrungen fliegen wir immer noch selber: In- und Outdoor, Segeln am Hang und in der Thermik, Helikopter und (teure) Kunst-/Elektro-Motormodelle. Wir hoffen, dass "der Propeller der Zeit"  daran nichts ändern wird.

In diesem Sinne: Holm- und Rippenbruch!